Aktuell scheint die Wespenwelt wie ausgestorben. Doch der Schein trügt: Die befruchteten Jungköniginnen aus dem letzten Jahr überwintern gerade in einer Art Kältestarre (Diapause). Sie haben sich in morsche Bäume, unter Rinde, in Dachböden oder im Erdboden versteckt.
Was macht das aktuelle Wetter mit den Tieren?
Viele Menschen denken, ein harter, eiskalter Winter würde die Wespenpopulation dezimieren. Das Gegenteil ist der Fall!
Stabile Kälte ist optimal: Bei konstanten Minusgraden fährt die Königin ihren Stoffwechsel komplett herunter. Sie verbraucht kaum Energie und schläft sicher. Das Frostschutzmittel in ihrem Blut (Glycerin) verhindert, dass sie erfriert.
Die Gefahr lauert im ständigen Wechsel: Gefährlich wird es erst, wenn es im Februar zwischendurch ungewöhnlich warm wird. Dann wachen die Königinnen zu früh auf, verbrauchen ihre wertvollen Energiereserven und finden draußen noch keine Nahrung. Kommt dann der nächste Frost, bedeutet das oft das Ende für die Königin.

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