Woran Sie einen Flohbefall erkennen
- Stiche in Reihe: zwei bis drei rote, stark juckende Punkte dicht beieinander, überwiegend an Knöcheln und Unterschenkeln. Flöhe springen vom Boden, deshalb sitzt das Stichbild unten.
- Flohkot im Fell und auf der Decke: kleine schwarze Krümel. Auf einem feuchten weißen Küchentuch verlaufen sie rötlich, weil sie aus verdautem Blut bestehen. Das ist der einfachste Test, den Sie selbst machen können.
- Kratzendes, unruhiges Haustier, das sich plötzlich vermehrt putzt oder an Rücken und Schwanzansatz beißt.
- Springende Tiere auf hellen Böden: zwei bis drei Millimeter, seitlich abgeflacht, dunkelbraun, sprungfähig über eine erstaunliche Distanz.
- Häufung nach Rückkehr aus dem Urlaub: In der leeren Wohnung haben die Puppen gewartet. Sobald wieder jemand durch den Flur geht, schlüpfen sie gesammelt.
Der Punkt, an dem die meisten Behandlungen scheitern
Ein Floh durchläuft vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, erwachsenes Tier. Nur das letzte Stadium hält sich am Wirt auf, und es ist der kleinste Teil der Population. Grob gerechnet sitzt etwa jeder zwanzigste Floh auf dem Hund oder der Katze. Alle übrigen sind in der Wohnung verteilt.
Die Eier sind glatt und fallen aus dem Fell heraus, überall dort, wo sich das Tier aufhält: Körbchen, Sofa, Bett, Teppich, Dielenritze, Auto. Aus ihnen schlüpfen Larven, die lichtscheu tief in den Teppichflor oder in die Fuge kriechen und sich unter anderem vom Kot der erwachsenen Flöhe ernähren. Danach verpuppen sie sich in einem klebrigen Kokon, an dem Staub und Fasern haften.
Dieser Kokon ist das eigentliche Problem. Er schützt die Puppe zuverlässig gegen die üblichen Wirkstoffe, und die Puppe kann darin lange ausharren. Geschlüpft wird erst, wenn ein Wirt in der Nähe ist, angezeigt durch Erschütterung, Wärme und ausgeatmetes Kohlendioxid. Genau deshalb hat es keinen Sinn, den Erfolg einer Behandlung nach drei Tagen zu beurteilen, und genau deshalb gehört die Nachkontrolle fest dazu.
Warum es Tierarzt und Fachbetrieb zusammen braucht
Die Behandlung des Tieres gehört in die Hand des Tierarztes. Er kennt Gewicht, Vorerkrankungen und Verträglichkeiten und wählt das passende Präparat, was gerade bei Katzen wichtig ist: Mittel für Hunde können für Katzen gefährlich sein. Wir mischen uns da nicht ein.
Unser Teil ist alles andere: die Fläche, auf der sich fünfundneunzig Prozent der Population befinden. Wir behandeln gezielt die Rückzugsorte, nicht flächig den ganzen Raum, und kombinieren ein Mittel gegen die erwachsenen Tiere mit einem Wachstumsregulator, der Larven an der Weiterentwicklung hindert. Beides zusammen bricht den Kreislauf. Fehlt einer der beiden Teile, sind Sie in zwei bis drei Wochen wieder am Anfang.
Flöhe ohne eigenes Haustier
Wir sehen diese Fälle regelmäßig, und sie verunsichern die Betroffenen am meisten. Die häufigsten Wege:
- Aus der Nachbarwohnung: Zieht eine Katze aus oder steht eine Wohnung länger leer, verlieren die zurückgebliebenen Flöhe ihren Wirt und wandern. In Mehrfamilienhäusern hilft dann nur, beide Wohnungen zusammen zu betrachten.
- Aus dem Garten: Igel schlafen unter Hecken, Holzstapeln und Terrassen und tragen eigene Flöhe. Von dort geht es über die Terrassentür ins Haus.
- Aus einem Vogelnest: Verlässt eine Brut das Nest unter dem Dachüberstand oder im Rollladenkasten, suchen die Vogelflöhe einen neuen Wirt und kommen dabei in den Wohnraum. Bleibt die Nistmöglichkeit, wiederholt sich das im nächsten Jahr. Was baulich dagegen hilft, steht bei Tauben- und Vogelabwehr.
Wenn die Stiche eher an Armen und Rücken sitzen und Sie nichts springen sehen, lohnt der Blick auf die andere Möglichkeit: Bettwanzen hinterlassen ein anderes Muster und brauchen ein anderes Vorgehen.
Was die Flohbekämpfung kostet
Die Umgebungsbehandlung beginnt bei 250 € zzgl. MwSt. und richtet sich nach der behandelten Fläche. Für eine normale Wohnung genügen meist ein bis zwei Termine, die Nachkontrolle ist im Festpreis enthalten. In Wedel ist die Anfahrt frei, sonst ist sie im Festpreis enthalten. Die Kosten für die Behandlung des Tieres rechnet Ihre Tierarztpraxis getrennt ab. Was andere Einsätze kosten, sehen Sie in der Preisübersicht.
Was wir in der Region häufig sehen
In den dicht bebauten Vierteln von Rissen, Sülldorf und Blankenese liegen Gärten, Hecken und Holzstapel direkt an den Terrassen, und Freigängerkatzen und Igel teilen sich dasselbe Gelände. Das ist der klassische Weg für einen Befall ohne eigenes Tier. Wo wir dort arbeiten, steht unter Hamburg-West. In den Altbauten von Wedel und Pinneberg kommt ein zweiter Faktor dazu: alte Dielenböden mit offenen Fugen. Sie sind für Larven und Puppen ein nahezu perfektes Versteck und lassen sich mit dem Staubsauger allein nie vollständig räumen.
So bereiten Sie den Termin vor und beugen später vor
- Alle Böden, Polster, Sofaritzen und Liegeplätze gründlich saugen. Danach den Beutel sofort verschließen und in die Tonne draußen bringen, nicht im Haus lassen.
- Tierdecken, Bettwäsche und Kleidung, die auf dem Boden lag, bei 60 Grad waschen. Was das nicht verträgt, für mehrere Tage in den Gefrierschrank.
- Bodenflächen frei räumen, damit wir an Sockelleisten und unter Möbel herankommen.
- Nach der Behandlung erst nach der besprochenen Frist wieder saugen, damit der Wirkstoff auf dem Untergrund bleibt.
- Den Flohschutz des Tieres dauerhaft und nach Plan der Tierarztpraxis fortführen, nicht nur im Sommer.
- Alte Vogelnester nach Ende der Brutzeit entfernen lassen und die Zugänge schließen, statt sie Jahr für Jahr neu belegen zu lassen.