Woran Sie einen Rattenbefall erkennen
- Kot: spindelförmig, anderthalb bis zwei Zentimeter lang, meist entlang von Wänden auf den Laufwegen. Mäusekot ist deutlich kleiner und liegt eher verstreut in Schränken.
- Schmierspuren: dunkle, fettige Streifen an Wänden, Rohren und Kanten, dort wo die Tiere immer wieder entlanglaufen.
- Nagespuren: an Kabeln, Holz, Kunststoffrohren und Verpackungen. Ratten müssen nagen, ihre Nagezähne wachsen ein Leben lang.
- Geräusche: Kratzen und Trippeln in Zwischendecken, Wänden oder unter dem Fußboden, meist nachts.
- Löcher im Garten: etwa faustgroße Eingänge, oft in der Nähe von Kompost, Teich, Hühnerstall oder unter der Terrasse.
- Geruch: streng, ammoniakartig und leicht süßlich, in geschlossenen Räumen deutlich wahrnehmbar.
Wenn Sie eine Ratte am helllichten Tag sehen, ist der Befall meistens schon so groß, dass nachts nicht mehr alle Tiere satt werden. Spätestens dann sollte ein Fachbetrieb ran.
Warum Sie Ratten nicht selbst vergiften sollten
Die stark wirksamen Rodentizide, fachlich Antikoagulanzien der zweiten Generation, sind berufsmäßigen Anwendern mit Sachkundenachweis vorbehalten. Was frei im Handel steht, ist in Wirkstoff, Menge und Anwendung stark eingeschränkt und wirkt entsprechend schwächer. Dazu kommt: Wanderratten haben in Teilen Norddeutschlands gegen die älteren Wirkstoffe längst Resistenzen entwickelt.
Falsch ausgelegter Köder hat drei typische Folgen. Erstens fressen die Tiere an, überleben und werden köderscheu, danach ist die Bekämpfung deutlich schwerer. Zweitens nehmen Haustiere, Igel oder Greifvögel das Gift auf, entweder direkt oder über ein vergiftetes Tier. Drittens verendet eine Ratte in einem Hohlraum, und der Geruch bleibt wochenlang in der Wand.
Dazu kommt der wichtigste Punkt: Gift allein beendet keinen Befall. Solange der Zugang offen und die Futterquelle da ist, rücken die nächsten Tiere aus der Kanalisation oder vom Nachbargrundstück nach. Deshalb steht bei uns die Ursachensuche vor der Bekämpfung.
Was die Rattenbekämpfung kostet
Der Ersteinsatz mit Befallsanalyse und dem Setzen der Stationen beginnt bei 130 € zzgl. MwSt. Dazu kommen die Kontrolltermine, mindestens zwei bis drei, bei starkem Befall oder Anschluss an die Kanalisation mehr. Die Gesamtsumme hängt also an der Zahl der Termine. In Wedel ist die Anfahrt frei, sonst ist sie im Festpreis enthalten, und Sie bekommen vor dem Einsatz einen Festpreis, der die Kontrolltermine bereits enthält. Eine Übersicht über alle Leistungen finden Sie auf unserer Preisseite.
Ratten in Wedel und an der Elbe
Wedel liegt zwischen Elbe, Wedeler Au und Marsch. Wasser, eine alte Kanalisation und dichte Bebauung sind genau die Kombination, in der sich Wanderratten wohlfühlen. Diese Situationen sehen wir am häufigsten:
- Altbaukeller in der Wedeler Altstadt und in Schulau, in denen alte Abwasserleitungen undicht geworden sind. Die Tiere kommen dann direkt aus dem Rohr ins Haus.
- Gärten in Elbnähe und an der Au, in denen Kompost, Gartenteich oder Hühnerhaltung für dauerhaftes Futterangebot sorgen. Dasselbe gilt für die Gärten in Rissen, Sülldorf und Blankenese.
- Mehrfamilienhäuser mit Müllstandplätzen, an denen Restmüll offen liegt oder Tonnen überfüllt sind.
- Gastronomie und Lebensmittelhandel, die einen dokumentierten Nachweis für die Lebensmittelkontrolle brauchen. Dafür gibt es unser Monitoring für Betriebe.
Mieter, Vermieter, Behörde: wer was tun muss
Als Mieter melden Sie den Befall sofort schriftlich der Hausverwaltung, am besten mit Foto und Datum. Die Beauftragung und die Kosten sind Sache des Vermieters, solange Sie den Befall nicht selbst verursacht haben.
Als Eigentümer sind Sie für Ihr Grundstück zuständig. Die öffentliche Kanalisation bekämpft die Stadt oder Gemeinde. Wenn der Verdacht besteht, dass die Tiere aus dem öffentlichen Netz kommen, sollten Sie das melden, damit dort ebenfalls behandelt wird. In den Gemeinden des Kreises Pinneberg ist dafür das Ordnungsamt zuständig, in Hamburg das jeweilige Bezirksamt. Wir sagen Ihnen nach der Begehung, was in Ihrem Fall gemeldet werden sollte.
So beugen Sie vor
- Kellerfenster, Lichtschächte und Kellertüren mit engmaschigem Gitter sichern. Alles, was größer ist als zwei Zentimeter, ist ein Zugang.
- Keine gekochten Essensreste auf den Kompost, Vogelfutter nur in Silos, Tierfutter abends hereinholen.
- Müllstandplätze sauber halten, Tonnen geschlossen, keine Säcke daneben.
- Abwasserleitungen nach Bauarbeiten prüfen und Rückstauklappen kontrollieren lassen. Undichte Leitungen sind in Altbauten die häufigste Ursache.
- Gerümpel im Keller und im Garten reduzieren. Weniger Verstecke bedeuten weniger Nester.