Marderabwehr

Marder im Dach und am Auto: vergrämen und aussperren

Der Steinmarder ist ein Gewohnheitstier. Er kennt sein Revier, seine Schlafplätze und den Weg dorthin, und genau deshalb kommt er zurück, wenn man ihn nur vertreibt. Wir arbeiten in zwei Schritten: erst raus aus dem Gebäude, dann der Verschluss, der ihn draußen hält.

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12 Jahre im Fach, kein Portal
Rückmeldung
am selben Werktag
Vor Ort
meist in 48 Std.
Anfahrt
in Wedel frei, sonst im Festpreis
Fahrzeuge
unbeschriftet
Preis
fest, vor dem Einsatz

Kurz gesagt Die Schädlings Experten aus Wedel bekämpfen Marder in ganz Hamburg, im Kreis Pinneberg und im Umland. Ersteinsatz ab 150 € zzgl. MwSt., zwei bis drei Termine. Rückmeldung am selben Werktag, Einsatz meist innerhalb von 48 Stunden, Festpreis vor dem Einsatz, unbeschriftete Fahrzeuge.

Ersteinsatz ab 150 € zzgl. MwSt.
Übliche Termine zwei bis drei Termine
Vor Ort meist in 48 Stunden
Anfahrt in Wedel frei, sonst im Festpreis

Zwei Fälle, zwei Vorgehensweisen

Wenn uns jemand wegen eines Marders anruft, geht es fast immer um eines von zwei Dingen: um das Dach oder um das Auto. Beides verursacht derselbe Tierart, der Steinmarder, aber die Maßnahmen unterscheiden sich vollständig. Deshalb klären wir am Telefon zuerst, welcher Fall vorliegt.

Marder im Dachboden

Am Anfang stehen die Geräusche. Ein Poltern, Rollen und Trampeln über der Schlafzimmerdecke, meist zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden. Wer hinaufsteigt, findet die übrigen Anzeichen:

  • Zerwühlte Dämmung: aufgerissene Mineralwolle, umgeschichtete Matten, freigelegte Zwischenräume. Der Marder legt sich Schlafmulden an und trägt Material zusammen.
  • Kot: wurstförmig, drei bis acht Zentimeter lang, oft mit sichtbaren Haaren, Federn oder Kirschkernen, gern an erhöhter Stelle abgesetzt.
  • Beutereste: Federn, Knochen, Eierschalen, gelegentlich ganze Beutetiere in einer Ecke des Bodens.
  • Geruch: eine Mischung aus Urin und verwesenden Resten, die durch Dampfsperre und Decke bis in die Wohnräume zieht.
  • Fettabrieb: dunkle Wischspuren an Sparren, Kanten und der Einstiegsstelle, dort wo das Tier jede Nacht entlangstreicht.

Der teuerste Schaden ist selten das Loch im Dach, sondern die zerstörte Dämmung und die durchnässte Decke, wenn Urin über längere Zeit eingedrungen ist. Nach dem Auszug des Tieres sollten belastete Bereiche fachgerecht entfernt und die Fläche behandelt werden, sonst bleibt der Geruch und lockt den nächsten Marder an.

Was rechtlich gilt

Streng geschützt im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes ist der Steinmarder nicht. Frei ist die Sache trotzdem nicht: Er ist eine dem Jagdrecht unterliegende Art, und das Tierschutzgesetz verbietet es, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm vermeidbare Leiden zuzufügen. Lebendfang und Umsetzen sind an jagdrechtliche Voraussetzungen gebunden und lösen das Problem ohnehin nicht dauerhaft, weil das frei gewordene Revier zügig neu besetzt wird.

Für Sie heißt das: Vergrämung und baulicher Ausschluss sind nicht nur der tierschutzgerechte, sondern auch der wirksamere Weg. Und die wichtigste Regel dabei betrifft den Kalender. Zwischen Februar und Juli können Jungtiere im Dach liegen. Ein verschlossener Zugang bedeutet dann, dass sie im Haus verhungern. Wir prüfen vor jeder Abdichtung, ob Nachwuchs vorhanden ist, und sagen es Ihnen offen, wenn wir mit dem Verschluss noch warten müssen.

Marder am Auto

Hier geht es nicht um Nahrung, sondern um Revier. Steinmarder markieren den Motorraum, den sie als Ruheplatz nutzen. Fährt das Fahrzeug anschließend in das Revier eines anderen Tieres, etwa vom Wohnort zur Arbeit oder nach einem Umzug, riecht der dortige Marder den Konkurrenten und geht gegen die duftenden Teile vor. Betroffen sind Zündkabel, Kühlwasserschläuche, Faltenbälge und Dämmmatten.

Wirksam ist deshalb nur die Kombination. Eine gründliche Motorwäsche entfernt die Duftmarken, ein Abwehrgerät mit Hochspannungskontakten oder eine mechanische Kabelummantelung sichert den Motorraum dauerhaft. Reine Duftmittel und Hausmittel wirken erfahrungsgemäß bestenfalls für ein paar Wochen. Wer regelmäßig auf demselben Stellplatz parkt, sollte zusätzlich den Untergrund im Blick behalten: Ein Drahtgitter auf dem Boden vor dem Fahrzeug wird von vielen Tieren gemieden.

Was die Marderabwehr kostet

Der Einsatz beginnt bei 150 € zzgl. MwSt. und umfasst die Begehung, das Aufspüren der Zugänge und die Vergrämung. Mit dem Verschluss der Dachzugänge und der Nachkontrolle sind es meist zwei bis drei Termine, insgesamt ab 350 € zzgl. MwSt. Der Aufwand für die Abdichtung hängt vom Dach ab: Ein einzelner Lüfterziegel ist schnell gesichert, ein durchlaufender Traufkasten über zwölf Meter Hausfront ist eine andere Arbeit. Wir sehen uns das an und nennen Ihnen einen Festpreis, bevor etwas gemacht wird. In Wedel ist die Anfahrt frei, sonst ist sie im Festpreis enthalten, weitere Preise stehen auf der Preisübersicht.

Wo wir Marder in der Region antreffen

Die Einfamilienhausgebiete in Wedel mit älterem Dachstuhl sind ein Schwerpunkt. Wo Ortgang und Traufe über Jahrzehnte gearbeitet haben, entstehen Fugen, die einem Marder genügen, und die Häuser stehen nah genug beieinander, dass er über die Dächer wechseln kann. In den Villenlagen am Elbhang in Blankenese und Nienstedten kommt der alte Baumbestand dazu: Äste, die bis ans Dach reichen, sind die bequemste Aufstiegshilfe, die es gibt. Mehr zu unserer Arbeit dort finden Sie unter Hamburg-West.

Rund um den Klövensteen und an den waldnahen Rändern von Rissen und Schenefeld liegen die Reviere ohnehin dicht. Dort ist die Frage selten, ob ein Marder vorbeikommt, sondern nur, ob er einen Weg ins Dach findet. Wer in solcher Lage saniert, sollte den Dachrand gleich mardersicher ausführen lassen. Das gilt übrigens auch für die Abwehr anderer Dachbewohner: Wie wir Gebäude gegen Tauben sichern, steht unter Taubenabwehr.

So machen Sie es dem nächsten Marder schwer

  • Äste im Umkreis von zwei Metern um das Dach zurückschneiden, Rankgitter und Spaliere vom Dachrand trennen.
  • Fallrohre und freistehende Ecken mit glatten Manschetten versehen, an denen kein Halt bleibt.
  • Traufkästen, Ortgang, Lüfterziegel und Anschlüsse zum Nachbarhaus einmal jährlich vom Boden aus mit dem Fernglas prüfen.
  • Dachboden nicht als Vorratslager für offene Materialien nutzen und keine Nistmöglichkeiten für Beutetiere schaffen.
  • Katzenfutter, Fallobst und Vogelfutter im Garten reduzieren, denn ein gut gedeckter Garten hält das Tier in der Nähe. Dasselbe Prinzip gilt bei Mäusen, die ihrerseits Marder anziehen können.

So gehen wir vor

  1. Spuren lesen und Zugänge finden

    Wir suchen Trittsiegel, Haare, Kot, Beutereste und Fettabrieb an Kanten und folgen ihnen bis zur Einstiegsstelle. Typisch sind offene Traufkästen, gelöste Ortgangbretter, Lüfterziegel, Dachrinnenanschlüsse und Übergänge zum Nachbarhaus.

  2. Vergrämen statt fangen

    Mit Geruchs- und Störreizen an den Ruheplätzen machen wir den Unterschlupf unattraktiv, sodass das Tier von selbst auszieht. Das ist der tierschutzgerechte Weg und in aller Regel auch der schnellere, weil kein Tier in einer Falle beobachtet und transportiert werden muss.

  3. Abdichten und sichern

    Ist das Dach frei, verschließen wir die Einstiege dauerhaft mit Blech, Gitter oder Marderabwehrgürtel und nehmen Kletterhilfen wie Fallrohre, Rankgitter und dachnahe Äste aus dem Spiel. Ohne diesen Schritt ist die Vergrämung nur eine Pause.

  4. Fahrzeuge und Nachkontrolle

    Am Auto sichern wir den Motorraum mit Hochspannungsmodulen und mechanischem Kabelschutz oder Kabelschutz und beseitigen die Duftmarken des Vorgängers. Bei Bedarf sehen wir nach ein bis zwei Wochen erneut nach, ob es an Dach oder Fahrzeug ruhig geblieben ist.

Häufige Fragen zu Marder

Darf ein Marder einfach getötet werden?

Nein. Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht, und das Tierschutzgesetz verbietet es, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten. Fang und Tötung sind an jagdrechtliche Voraussetzungen gebunden und in Schleswig-Holstein und Hamburg unterschiedlich geregelt. Wir arbeiten deshalb mit Vergrämung und baulichem Ausschluss.

Warum darf zwischen Februar und Juli nicht abgedichtet werden?

In dieser Zeit können Jungtiere im Dach liegen, die noch nicht selbstständig sind. Wer dann den Zugang verschließt, sperrt sie ein, und die Tiere verenden im Gebäude. Wir prüfen deshalb vor jedem Verschluss, ob Nachwuchs vorhanden ist, und verschieben die Abdichtung notfalls um einige Wochen.

Reicht es, den Dachboden zu vergrämen?

Nur vorübergehend. Der Marder kennt sein Revier und die Einstiegsstelle und probiert es nach einigen Tagen oder Wochen erneut. Erst wenn der Zugang verschlossen ist, ist die Sache abgeschlossen. Vergrämung ohne Abdichtung führt fast immer zu einem zweiten Anruf im selben Jahr.

Helfen Hausmittel wie Mottenkugeln, Licht oder Radio?

Kurzfristig manchmal, dauerhaft nicht. Der Marder gewöhnt sich an gleichbleibende Reize, und ein Radio auf dem Dachboden stört meist die Bewohner mehr als das Tier. Mottenkugeln und Hunde- oder Katzenhaare haben in unserer Praxis keine belastbare Wirkung gezeigt.

Warum beißt der Marder gerade in mein Auto?

Besonders betroffen sind Fahrzeuge, die den Stellplatz wechseln. Riecht ein Marder im Motorraum die Duftmarken eines fremden Artgenossen, reagiert er darauf und beißt in Schläuche und Kabel. Deshalb gehört die gründliche Motorwäsche zur Behandlung dazu, nicht nur das Abwehrgerät.

Zahlt die Versicherung den Marderschaden am Auto?

Die Teilkaskoversicherung deckt Marderbisse ab, der Umfang unterscheidet sich aber je nach Tarif erheblich. Manche Verträge zahlen nur das angebissene Kabel, andere auch die Folgeschäden am Motor. Prüfen Sie Ihre Bedingungen und melden Sie den Schaden zeitnah.