Woran Sie einen Mäusebefall erkennen
- Kot: drei bis acht Millimeter lang, reiskornförmig, an den Enden spitz und meist tiefschwarz. Er liegt verstreut dort, wo gefressen wird: in der Besteckschublade, hinter Vorratsdosen, im Schrank unter der Spüle.
- Geräusche: ein feines, schnelles Rascheln und Trippeln in Zwischenwänden und über abgehängten Decken, oft unmittelbar nachdem im Raum das Licht ausgeht.
- Fraßschäden: ausgefranste Löcher in Papiertüten, Müslipackungen und Tierfuttersäcken, darunter ein kleiner Haufen aus herausgerieselten Krümeln.
- Nester: faustgroße Kugeln aus Dämmwolle, zerbissenem Papier, Kabelisolierung und Stoffresten, meist in Hohlräumen, hinter Sockelblenden oder in Kartons auf dem Dachboden.
- Geruch: ein muffiger, leicht nach Urin riechender Geruch in geschlossenen Schränken, der auch nach dem Auswischen wiederkommt.
- Trittsiegel: kleine Abdrücke und Schleifspuren im Staub auf dem Dachboden oder auf lange ungenutzten Kellerregalen.
Die Tiere selbst bekommen Sie selten zu Gesicht. Läuft Ihnen eine Maus am Tag über den Küchenboden, sind in aller Regel schon mehrere im Haus.
Sechs Millimeter reichen aus
Eine ausgewachsene Hausmaus hat keinen starren Schultergürtel. Wo ihr Kopf hindurchpasst, folgt der übrige Körper, und das heißt praktisch: ein Spalt von sechs Millimetern genügt. Genau darin liegt der Unterschied zur Rattenbekämpfung, bei der zwei Zentimeter als Grenzwert gelten.
Die üblichen Eintrittspunkte sind entsprechend unauffällig. Die Durchführung der Wasserleitung in den Keller, um die herum ein paar Millimeter Luft geblieben sind. Der Kabelkanal der Außenbeleuchtung. Ein Lüftungsgitter mit gerissenem Insektennetz. Die Fuge zwischen Traufkasten und Mauerkrone. Der Schlitz unter einem verzogenen Garagentor. Wer nur die Küche behandelt und diese Punkte nicht anfasst, verschiebt das Problem um wenige Wochen.
Warum die Abdichtung der eigentliche Erfolgsfaktor ist
Fallen und Köder beenden den aktuellen Befall. Ob es der letzte war, entscheidet die Abdichtung. Wir arbeiten dafür mit Edelstahlwolle, die fest in den Spalt gestopft und anschließend mit Mörtel, Blech oder engmaschigem Gitter gesichert wird. Durch Bauschaum, Silikon und weiche Holzfaser nagen sich Mäuse hindurch, an rostfreier Stahlwolle scheitern sie.
Diese Arbeit sieht nach wenig aus und ist trotzdem der Grund, warum unsere Aufträge in aller Regel nach zwei Terminen abgeschlossen sind, statt jedes Jahr neu zu beginnen. Wo die Bausubstanz größere Öffnungen hat, etwa bei einem abgesackten Kellerfenster oder einer offenen Dachrandschalung, sagen wir Ihnen klar, was ein Handwerker richten muss. Das steht dann so im Bericht, statt mit Material überdeckt zu werden, das ohnehin nicht hält.
Ab Oktober kommen sie vom Feld
Die Hausmaus lebt im Sommer gut im Freien. Sobald die Felder abgeerntet sind, die Nächte kühl werden und draußen kaum noch etwas zu holen ist, wandert sie zu. Deshalb steigen die Anfragen bei uns jedes Jahr ab Mitte Oktober spürbar an, und deshalb ist der September der beste Monat, um Zugänge zu schließen, bevor jemand hindurchmuss.
Was die Mäusebekämpfung kostet
Wir arbeiten mit einem Festpreis, den Sie vor dem ersten Termin kennen. Der erste Einsatz kostet 130 € zzgl. MwSt. und umfasst Begehung, Fallen und, wo sinnvoll, gesicherte Köder. Für die gesamte Bearbeitung mit Nachkontrolle und Abdichtung der gefundenen Zugänge kommen die weiteren Termine dazu, mindestens einer, bei größeren Objekten mehr. Wie hoch die Gesamtsumme ausfällt, hängt vor allem an der Zahl der Eintrittsstellen und daran, wie gut sie erreichbar sind; sie steht vorab im Angebot. In Wedel fahren wir kostenfrei an, sonst ist die Anfahrt im Festpreis enthalten. Alle Leistungen mit Preis finden Sie auf der Preisseite.
Typische Lagen zwischen Elbe, Marsch und Geest
- Ortsränder mit Feldkante: In Wedel-Nord, in Holm und in Hetlingen grenzen Wohngebiete direkt an Acker und Knick. Nach der Ernte ist der Weg vom Feldrand in den Geräteschuppen und von dort in den Hausanschlussraum kurz.
- Dachböden mit alter Dämmung: In Rissen und Blankenese finden wir regelmäßig Nester in brüchiger Mineralwolle und alten Glaswollmatten. Die Tiere ziehen ganze Gänge hinein, ohne dass von unten etwas zu sehen wäre. Auffällig wird das oft erst, wenn im Winter die Heizkosten steigen, weil die Dämmschicht durchzogen ist.
- Reihenhauszeilen mit durchgehenden Zwischendecken: In Schenefeld und Halstenbek laufen Decken und Installationsschächte häufig ohne echte Trennung über mehrere Häuser. Dann sitzt der Befall beim Nachbarn und Sie hören ihn nur. Solche Fälle behandelt man sinnvollerweise über mehrere Parteien abgestimmt.
- Vorratskammern und Lagerräume: Wo Trockenware offen steht, hält sich ein Befall besonders hartnäckig. Oft kommen dann noch Vorratsschädlinge dazu, weil angenagte Packungen wochenlang offen stehen bleiben.
So beugen Sie vor
- Trockenware in Glas, Metall oder festen Kunststoffdosen lagern, nicht in Tüten und Kartons.
- Futternäpfe abends leeren, Futtersäcke nicht offen im Hauswirtschaftsraum stehen lassen.
- Vogelfutter nur in Silos anbieten und die Fläche darunter regelmäßig abfegen.
- Rohr- und Kabeldurchführungen einmal im Jahr abgehen und jede sichtbare Fuge schließen.
- Kellerfenster und Lüftungsöffnungen mit engmaschigem Edelstahlgitter sichern, nicht mit Fliegengitter aus Kunststoff.
- Brennholz, Laubhaufen und Gartenabfälle mit Abstand zur Hauswand lagern.
Wer zahlt in der Mietwohnung
Melden Sie den Befall schriftlich der Hausverwaltung, sobald Sie Kot oder Nagespuren finden. Bekämpfung und Abdichtung gehören zur Instandhaltung des Gebäudes und sind damit Sache des Vermieters. Anders liegt der Fall nur, wenn der Befall nachweislich auf das Verhalten des Mieters zurückgeht. An der Dringlichkeit ändert das nichts: Je früher gemeldet wird, desto kleiner ist der Befall, den wir vorfinden.